Fördermittel als Schlüsselfaktor für die Energiewende

Warum öffentliche Unterstützung über die Zukunft der Energiewirtschaft entscheidet – am Beispiel Wasserstoff und CCS. Die europäische Energiewirtschaft steht an einem Wendepunkt. Zwischen ambitionierten Klimazielen, geopolitischen Unsicherheiten und technologischen Umbrüchen entscheidet heute vor allem eines über den Erfolg der Energiewende: der strategische und effiziente Einsatz von Fördermitteln. Von der Vision zur Umsetzung Deutschland und die EU investieren Milliarden in Projekte, die den Energiebedarf der Zukunft klimaneutral decken sollen. Förderprogramme wie der IPCEI Wasserstoff (Important Projects of Common European Interest) oder der EU Innovation Fund geben Unternehmen den finanziellen Rückhalt, um neue Technologien nicht nur zu erforschen, sondern in die industrielle Praxis zu bringen. Gerade Wasserstoff und Carbon Capture and Storage (CCS) gelten dabei als Katalysatoren: Wasserstoff kann fossile Brennstoffe in Industrie und Mobilität ersetzen, während CCS CO₂-Emissionen dort reduziert, wo sie technisch noch unvermeidbar sind. Ohne Förderung wären viele dieser Projekte in der aktuellen Markt- und Preisstruktur schlicht nicht wirtschaftlich umsetzbar. Fördermittel als Wettbewerbsvorteil Für Unternehmen bieten Förderinstrumente weit mehr als reine Zuschüsse. Sie sind Zugangstickets zu Netzwerken, Standards und politischen Strategien, die künftig über Marktzugänge entscheiden. Wer Förderlogiken versteht – von Bund bis EU –, positioniert sich frühzeitig an der Schnittstelle von Innovation, Finanzierung und Politik. Besonders interessant: Fördermittel werden zunehmend performancebasiert vergeben. Projekte mit nachweisbarem Impact – etwa CO₂-Reduktion, Skalierbarkeit oder Sektorkopplung – haben die besten Chancen. Das fordert ein neues Denken in der Projektentwicklung: weg von der Einzelmaßnahme, hin zu systemischen Lösungen. Fazit: Zukunft gestalten, nicht abwarten Fördermittel sind längst kein „nice-to-have“ mehr, sondern ein zentrales strategisches Werkzeug. Sie entscheiden darüber, ob Technologien wie Wasserstoff oder CCS den Sprung von der Pilotanlage in den Markt schaffen. Unternehmen, die heute aktiv Förderstrategien in ihre Innovations- und Investitionsplanung integrieren, sichern sich nicht nur Finanzierungsvorteile – sie gestalten aktiv die Energiezukunft Europas.

2/7/20261 min lesen

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CAPEX Procurement: Der unterschätzte Erfolgsfaktor in deutschen Projekten

In vielen Unternehmen liegt der Fokus im Einkauf oft auf OPEX – den laufenden Betriebskosten. Doch wer CAPEX Procurement, also die Beschaffung von Investitionsgütern, unterschätzt, riskiert langfristige Ineffizienzen, Budgetüberschreitungen und Verzögerungen in strategischen Projekten.

Gerade in Deutschland, wo Industrieprojekte oft komplex, reguliert und kapitalintensiv sind, entscheidet eine smarte CAPEX-Beschaffung über den Erfolg. Es geht nicht nur darum, den günstigsten Anbieter zu finden – vielmehr müssen Qualität, Lebenszykluskosten, Lieferzeiten und vertragliche Risiken intelligent gemanagt werden. Fehlentscheidungen in der frühen Planungsphase sind später oft kaum korrigierbar.

Best Practices? Frühzeitige Einbindung des Einkaufs in die Projektplanung, klare Total-Cost-of-Ownership-Betrachtungen und strategische Partnerschaften mit Lieferanten. Unternehmen, die CAPEX Procurement nicht als reinen Kostenfaktor, sondern als strategischen Hebel begreifen, sichern sich langfristige Wettbewerbsvorteile.