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Vom Gegeneinander zum Miteinander: Warum Partnering die Zukunft der Verhandlungsführung im Bau prägt
Die Bauwirtschaft steht vor einem Paradigmenwechsel. Jahrzehntelang waren Bauverträge und Projektbeziehungen von klaren Fronten geprägt: Auftraggeber gegen Auftragnehmer, Risikoabwälzung statt Risikoteilung, Claims statt Kooperation. Doch unter dem Druck steigender Komplexität, Kosten und Nachhaltigkeitsanforderungen setzt sich zunehmend ein neues Verständnis durch – Partnerschaftlichkeit statt Konfrontation. Der Wandel beginnt in der Verhandlung Wo früher stundenlang über Haftungsgrenzen und Preisnachträge gestritten wurde, rückt heute der gemeinsame Projekterfolg in den Mittelpunkt. Partnering-Modelle – bekannt aus Großbritanniens Infrastrukturprojekten oder skandinavischen Allianzen – verändern die Art, wie Verhandlungen geführt werden. An die Stelle von Positionstaktik tritt Transparenz: gemeinsames Risikomanagement, offene Kalkulationen, Zieldefinitionen und Bonus-Malus-Systeme, die Leistung statt Schuld honorieren. Diese Form der kooperativen Verhandlungsführung erfordert zwar mehr Vertrauen – sie schafft aber zugleich stabile Beziehungen, die Projekte resilienter und effizienter machen. Mehr Wert durch Zusammenarbeit Der Vorteil liegt klar auf der Hand: Partnering reduziert Schnittstellenkonflikte, beschleunigt Entscheidungen und fördert Innovation. Wenn Planer, Ausführende und Auftraggeber frühzeitig in einem offenen Modell zusammenarbeiten, können Baufehler, Nachträge und Verzögerungen signifikant minimiert werden. Erste deutsche Pilotprojekte – etwa im Infrastrukturbau oder bei Technologiebauten – zeigen, dass partnerschaftliche Modelle klare Effizienzgewinne bringen. Besonders spannend: Die Integration von Vergütungsmodellen mit gemeinsamen Zielkosten verändert auch die Kultur der Ergebnisorientierung. Erfolg wird gemeinschaftlich definiert. Fazit: Verhandeln heißt heute Verbinden Partnerschaftliche Modelle wie Partnering oder Allianzverträge sind keine weichen Alternativen zu „harten“ Vertragsverhandlungen – sie sind Ausdruck moderner, strategischer Führung. Wer als Bauherr oder Auftragnehmer früh auf Kooperation statt Abgrenzung setzt, schafft Vertrauen, Wert und Geschwindigkeit. Die Zukunft der Verhandlungsführung im Bau heißt nicht weniger Professionalität – sie heißt mehr gemeinsame Verantwortung.
Tom Köhler
8/7/20251 min lesen
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